Schnupftabak-Lexikon 

Alle Begriffe rund um den Schnupftabak finden Sie hier alphabetisch aufgelistet.

Brasiltabak
Bezeichnung des in Bahia, dem nordöstlichen Bundesstaat Brasiliens, angebauten dunklen, würzigen Tabaks.

Fermentation
Reifeprozess (Vergärung) des Rohtabaks, um Geschmack und Charakter herauszubilden. Siehe auch: Naturfermentation, Kammerfermentation

Kammerfermentation
Der Tabak wird in einer hermetisch abgeschlossenen Kammer auf die entsprechende Temperatur gebracht. Diese Methode findet vor allem bei Tabaken statt, die selbst nicht genug Fermentationswärme entwickeln. Aber auch Tabake, die einer besonderen Behandlung bedürfen, werden auf diese Art und Weise fermentiert. Eine optimale Durchwärmung des Tabaks wird durch eine ca. 90%ige relative Luftfeuchtigkeit erreicht. Die feuchte Luft zirkuliert mit Hilfe von Ventilatoren durch den Raum.

Mangotes
(auch »Fresko« genannt) Stark soßierte Tabakblätter aus Brasiltabaken; wird vor der Verpackung zu Seilen bzw. Strängen gedreht, vor der Verschiffung in eingegerbte Rinderhäute verpackt; speziell für die Schnupftabak-Herstellung (Schmalzler-Tabake) geeignet.

Menthol
Geschmacksstoff, der in fast jedem Snuff enthalten ist; wird durch Destillation aus der Pfefferminzpflanze gewonnen.

Naturfermentation
Tabakbüschel werden auf eine 15-18 m² große Grundfläche verteilt und bis auf 3 m Höhe in Quer- und Längslagen aufgeschichtet. Es entsteht ein sogenannter Fermentationsstock. Durch sorgfältiges Aufschütteln der Büschel ist für genügend Sauerstoff innerhalb dieses Stocks gesorgt. Der Stock erwärmt sich selbst. Je nach Wunsch wird der Fermationsstock 4-6 mal umgeschichtet und somit wenigstens 4 Wärmen ausgesetzt. Die erreichten Temperaturen betragen zwischen 50 und 60° C. Für eine gute Naturfermentation ist es wichtig, dass die Wärme langsam erreicht wird. Die Temperatur wird täglich mehrfach mit ca. 150 cm langen Spezialthermometern gemessen.

Pariser Methode
Dabei werden die Tabake bei niederen Temperaturen einer mehrjährigen Fermentation unterzogen. Anschließend werden sie grob vermahlen und mit Salzwasser angefeuchtet.

Schmalzler
Der Schmalzler-Schnupftabak hat seinen Namen aus der früher üblichen Beimischung von Butterschmalz.

Schnellmethode
Dabei werden die Tabakblätter mit Geschmacks- und Geruchsstoffen aromatisiert, einer Schnellfermentation (6-8 Wochen) unterzogen und anschließend mit Salzwasser angefeuchtet.

Snuff
Mentholhaltiger Schnupftabak ursprünglich englischer Geschmacksrichtung, der feiner gemahlen wird als Schmalzler.