Schmalzler - Herstellung

Traditionell

Die original Schnupftabakherstellung erfolgt unter Zugabe von

Die Zutaten wurden mit einem Mörser und Stößel zerkleinert bis ein feines schwarzes Pulver entstand. Die Prozedur dauerte etwa eine Stunde. In der heutigen Zeit wird das Butterschmalz durch geruchloses Öl ersetzt. Das Butterschmalz bzw. das Öl hatten die Aufgabe, die Masse feucht und geschmeidig zu halten, damit der Tabak seine klebrig feuchte Konsistenz bekam.

 

In der Tabakfabrik

Der Schmalzler wird aus Brasiltabaken und besonderem Würztabak - aus den sogenannten Mangotes - gemischt. Mangotes sind in Brasilien zu dicken Seilen versponnene Tabake, die frisch vom Felde unter Verwendung besonderer Verwendung besonderer Saucen eng gewunden, gepresst und schließlich in frische Ochsenhäute eingenäht werden. Diese Säcke haben ein Gewicht von etwa 80 Kilo. Nun werden sie nach Deutschland importiert, wo sie in einem langen Prozess reifen. Bei Bedarf werden die Häute aufgeschlitzt, die Stränge in Scheiben geschnitten und dem fertig fermentierten (vergärtem) Brasiltabak beigemischt.

Der Schmalzler wird zweigleisig hergestellt. Eine Hälfte wird grob geschnitten, die andere zum Grobkorn zerkleinert. Die beiden Hälften werden getrennt in Saucen versetzt und doppelt fermentiert. Die Saucen werden aus Früchten und Zuckerrübensirup hergestellt.

 

Darstellung der Funktionsweise von Stampfwerk, Kollergang, Saucenherd und Siebmaschine (18. Jhd.)


Nach der Vermengung mit den Saucen erfolgt eine zweimalige Naturfermentierung in großen Holzfässern. Diese qualitative Gärungsverbesserung ist nur durch genaue Kontrolle der Zeit möglich. Hier wird der Tabak sehr warm, fast heiß.
Bottiche von 6000 Kilo Fassungsvermögen gewährleisten ständigen Austausch und optimale Mischung des noch lange nicht fertiggestellten Schmalzlers.
Nach ca. 6- 12 Wochen werden die Tabake getrocknet und zum Entzug von Feuchtigkeit mit Kalk vermengt. Dann werden die geheckselten Mangotes beigemischt. Die erste Trocknung erfolgt durch Lagerung auf Brettern, als nächstes wird das Produkt auf Spezialmaschinen gerieben. Das geriebene Brasilmehl wird gesiebt und der zweiten Trocknung durch entsprechende Lagerung unterzogen, wonach es mit Fett angemacht (daher auch der Name "Schmalzler") und in einem geheimen Verfahren aromatisiert wird.


Quelle: Gebrüder Bernard AG Regensburg
www.bernard-tobacco.de